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Oreokastro – das Elend in der „schönen Burg“
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Oreokastro – das Elend in der „schönen Burg“

Um die „Schöne Burg“ zu betreten benutzen wir einen verschlammten Seiteneingang. Aus den niedrigen Fenstern schauen uns kleine Kinder mit großen Augen an, während wir durch den tiefen Schlamm waten.

Am Ende des Weges biegen wir nach links ab und betreten die große Halle durch den hinteren Eingang. In dichten Abständen stehen schäbige Zelte. Aus jedem Eingang blicken fragende Augen auf uns. Das griechische Wort „Oreokastro“ bedeutet ins Deutsche übersetzt die schöne Burg. Ein Name, der der wahre Hohn ist zu dem was hier sehen.

Rund 1.500 Flüchtlinge warten hier auf eine positive Entscheidung Ihres Antrages auf Asyl. Nur das kann wohl noch lange dauern. Viele Menschen, vor allem Frauen und kleine Kinder, warten hier schon seit Monaten. Die Aussichten auf die entscheidende Antwort sind gering.

 

 

Im Lager selbst herrscht nach Auskunft von Sandra Hakim, Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation, das blanke Chaos. Vergewaltigungen, Messerstechereien, Diebstähle sind die traurige Begleitung eines trostlosen Alltags.

Wir treffen auf die syrische Familie Hassan. Die 29 Jahre alte Mutter von fünf Kindern stammt aus der Umgebung von Aleppo. Sie wartet mit ihren Kindern sehnsüchtig auf die Familien-Zusammenführung mit dem Vater der Kinder. Er ist bereits seit Monaten im hessischen Limburg. Sie hat schon lange nichts mehr von Ihrem Asylantrag gehört.

 

In der Nähe von Oreokastro befindet sich das Haus der Organisation „Elpida“. Wer Glück hatte fand hier eine menschenwürdige Unterkunft. Es gibt dort eine Küche, Schule für die Kinder und ein Zimmer für jede Familie.

 

So könnte eine menschenwürdige Bleibe für die vielen Menschen auf der Flucht wohl aussehen. Aber das gehört leider nur zu den wenigen positiven Ausnahmen.

Luftfahrt ohne Grenzen/Wings of Help hat mit Hilfe der Margarethe-Müller Bull Stiftung einen
Sattelzug mit Kindernahrung, Windeln und neuer Kleidung nach Thessaloniki gebracht, um die große Not dieser Menschen auf der Flucht wenigstens etwas zu lindern.

Nach Transporten auf die Inseln Leros und Chios, nach Idomeni und Athen ist dies bereits der fünfte Transport für Menschen auf der Flucht vor Krieg, Tot und Verderben.

Luftfahrt ohne Grenzen bedankt sich bei Allen, die unsere Bemühungen unterstützt haben, insbesondere bei der Margarethe-Müller Bull Stiftung und Alete für großartige Hilfe.

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