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Bulletin zum „Convoy of Hope“ – Tag 6
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Bulletin zum „Convoy of Hope“ – Tag 6

by Frank Franke

 

Aksaray, Türkei, 27. Februar 2016

 

Am Tag als der Regen kam…und was für ein Regen. Zwischendurch heftige Gewitter mit Blitz und Donner. Irgendwann sind wir mit unserer Fahrzeugkolonne auf rund 1.700 Meter Höhe geklettert und Schnee erschreckte die Gemüter. Regen und Hagel prasselte so heftig an die Frontscheibe, dass man kaum sein eigenes Wort verstehen konnte. Dann lag der grösste Salzsee der Türkei, der Tuz Gölü rechts der Straße. Leider war nicht viel von ihm zu sehen. Seine Schönheit war im dichten Regen versunken.

 

Wanderer kommst Du nach Aksaray dann schraube deine Erwartungen nicht allzu hoch.

 

Auf jeden Fall gibt es hier viel Gegend, rund 200.000 Einwohner und Tradition. Aksaray gilt als eine der konservativsten Städte der Türkei, das aber mit speziellen Einschränkungen. Trotz aller religiösen Vorgaben und der angestrebten Alkoholzurückhaltung, wird hier das meiste Bier der Türkei getrunken. Es gibt sogar richtige Sündenpfuhle, wie die Taf Bars und dementsprechende Etablissements. Das allerdings mit nur der nötigen Distanz. Sie befinden sich rund 30 km entfernt am Salzsee. Sollten Sie nach dem Genuss einiger Rakis beim Anblick des Egri Minaretts, ein schief stehendes Gebäude aus rotem Ziegelstein vor sich sehen, dann liegt das nicht am Alkohol, sondern daran, dass der Turm tatsächlich schief ist. Ein Art „Schiefer Turm von Aksaray“. Dann wird die Landschaft noch vom Hasan Dagi, einem inaktiven Vulkan geprägt. Der Berg ist mit seinen 3.268 Metern der zweithöchste Berg Anatoliens. Aksaray ist aber auch die Heimat einer der größten Produktionsstätten der Daimler AG. Hier werden große, schwere LKW hergestellt. Die Lage der Stadt spielt dabei eine große Rolle für den Export in die umliegenden Länder.

 

Morgen geht es dann auf unsere letzte Etappe von Aksaray an die südtürkische Küste. Kaum zu fassen, dass schon eine Woche vergangen ist, in der unsere Actros rund 3.500 km zurückgelegt haben. Dann liegen noch rund 600 km vor uns und ein Ziel, das zurzeit eine große Rolle in der Weltpolitik spielt. Keine gute Rolle, eher eine beängstigende.

 

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