Aktuelle Hilfsprojekte

230.000 Windeln brachte der nunmehr 6.Konvoi von LG/WoH in die Ukraine. Unser Foto zeigt Fahrer Mike und Felix Groh, Chief Operations Officer von LOG/WoH. Außerdem: Beim Ladevorgang und bei der Verteilung der Hilfsgüter an Bedürftige in Lagern in Baia Mare, Kreisstadt der Region Maramures, gelegen im Nordwesten Rumäniens (Fotos: LOG/Alex Kraus).

Hilfe für die Ukraine rollt weiter

Luftfahrt ohne Grenzen/Wings of Help hat bisher über 60 Lkw-Transporte mit 1200 Tonnen Hilfsgütern organisiert   

Die Hilfe aus Deutschland für die Ukraine rollt weiter. Luftfahrt ohne Grenzen/Wings of Help e.V. (LOG/WoH) mit Sitz am Frankfurter Flughafen hat in dieser Woche vier weitere Sattelzüge mit Hilfsgütern zusammengestellt, die jetzt die rumänisch-ukrainische Grenze erreichten. Seit Kriegsbeginn hat LOG/WoH damit Konvois, bestehend aus 60 Lkw, mit 1200 Tonnen an Hilfsgütern organisiert. Die Sattelzüge bringen überwiegend Hygieneprodukte, Kindernahrung, Desinfektionsmittel, Windeln und Mineralwasser zu den Bedürftigen nach Rumänien und in die Ukraine.  Allein der jetzige Konvoi hatte 230.000 Windeln geladen. Die Hilfsgüter sind für Lager entlang der Grenze bestimmt, aber auch für Menschen in Not in ukrainischen Städten. Die verlässliche Verteilung vor Ort nehmen für LOG/WoH Partnerorganisationen vor. Die UN-Flüchtlingskommission UNHCR zählt aktuell mehr als acht Millionen Binnenflüchtlinge in der Ukraine und etwa ebenso viele in benachbarten Ländern. Die meisten halten sich in Polen sowie in Deutschland, Ungarn und Rumänien auf.   

 LOG/WoH-Präsident Frank Franke: „Unsere Einsätze konzentrieren sich weiterhin auf die Situation der Migranten in Rumänien, und hier vor allem auf die Regionen Maramures und Transkarpatien, wo über 300.000 Flüchtlinge dringend Hilfe benötigen. Unser Fokus liegt weiterhin auf bedürftigen Müttern mit ihren Kindern. Wir freuen uns zudem über das große Engagement von nicht-regierungsamtlichen Organisationen, die uns bei der Verteilung der Güter tatkräftig unterstützen. Ihnen gilt unser besonderer Dank, wie auch jenen Unternehmen und individuellen Spendern in Deutschland, die unsere Arbeit so eindrucksvoll begleiten.“  

Flutkatastrophe im Ahrtal – ein Jahr danach: Viele Wunden sind unverheilt

Luftfahrt ohne Grenzen/Wings of Help übergibt weitere Hilfsgüter

Zum Jahrestag der Flutkatastrophe im Ahrtal am 15. Juli bleiben viele Fragen ungeklärt: Hilfsgelder wurden nicht ausbezahlt, Anträge nur schleppend bearbeitet, die Infrastruktur leidet weiterhin stark. Die Opfer der Katastrophe blicken besorgt auf den nahenden Winter. Luftfahrt ohne Grenzen/Wings of Help (LOG/WoH) mit Sitz am Frankfurter Flughafen, die bereits 18 Nutzfahrzeuge mit Hilfsgütern ins Ahrtal schickte – darunter elf Sattelzüge – organisierte jetzt einen weiteren Lkw-Transport ins Flutgebiet. LOG/WoH überreichte jetzt an die Freiwillige Feuerwehr Bad Bodendorf zwei Stromgeneratoren, einen dringend benötigten Hubwagen, größere Mengen an Desinfektionsmitteln und einige Erdbohrer wie sie in der Region, wo Wein und Obst wachsen, für Anpflanzungen gebraucht werden. „Luftfahrt ohne Grenzen/Wings of Help ist in all den zurück liegenden Monaten nie mit leeren Händen ins Ahrtal gekommen. Wir haben Situation und Bedarf stets analysiert und mit Hilfe der hoch engagierten Feuerwehren unbürokratisch handeln können - und dabei auch internationale Hilfe mit initiiert,“ sagte Frank Franke, LOG-WoH-Präsident, in Bad Bodendorf.

Unmittelbar nach der dramatischen Flutwelle, die fast 150 Menschen das Leben kostete und Schäden in dreistelliger Milliardenhöhe anrichtete, hat LOG mit Lkw-Sattelzügen und mehreren Vans ca. 400 Tonnen Hilfsmaterial zum Ahrtal gebracht. Zu den gezielten Hilfsgütern zählten unter anderem Mineralwasser, Wasserkanister zur individuellen Befüllung, Reinigungsmittel, Babynahrung und Hygieneartikel.

Die Organisation hatte zudem mehrere hundert Elektro-Geräte gekauft wie Bohrhämmer, Hochdruckreiniger, Raumtrockner, Meisel, die alle unabhängig und individuell Batterie betrieben sind. Diese Werkzeuge hat LOG/WoH über die gut vernetzten Feuerwehren an der Ahr an die betroffenen Familien auf Zeit verliehen. Diese reichten die Werkzeuge nach Gebrauch wieder an die Feuerwehren zur weiteren Nutzung zurück. Schaltstelle ist hier die Freiwillige Feuerwehr in Bad Bodendorf, die bestens mit den anderen Feuerwehren im 80 Kilometer langen Ahrtal zusammenarbeitet.

Die Aktion mit den E-Werkzeugen war unter anderem möglich durch die Zusammenarbeit mit dem IMC, dem International Medical Corps aus den USA. Diese weltweit verzweigte humanitäre US-Organisation, einer der großen internationalen LOG/WoH-Partner, hatte die Hilfe aus Deutschland nicht vergessen, die unser Land vor 17 Jahren für die Region New Orleans leistete als Hurrikan „Katrina“ den Süden der USA am Golf dramatisch verwüstete.

Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help e. V. kooperierte mit den gut vernetzten Feuerwehren im Ahrtal. 

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